Reitunterricht

Longenunterricht:

An der Longe wird der Sitz des Reiters ohne Sattel entwickelt. Denn nur durch einen unabhängig ausbalancierten Sitz ist korrektes Reiten möglich. Der Reiter findet zuerst seine Balance in allen drei Grundgangarten, dem Schritt, Trab und Galopp. Erst danach kann der Reiter sich in die Bewegung des Pferdes einfühlen, weil dieser sich nicht mehr nur bemühen muss, nicht vom Pferd zu fallen. Erst mit dem Einfühlen in die Bewegung des Pferdes erlangt der Reiter einen fest ausbalancierten Sitz. Mit diesem festen und ausbalancierten Sitz ist es dem Reiter möglich auf das Pferd korrekt einzuwirken und zu reagieren. Sind die ersten Stufen geschafft, lernt der Reiter die Hilfengebung kennen, d.h. wie wird ein Pferd gelenkt, angetrabt und durchpariert. Erst wenn der Reiter sicher in der Lage ist, auf das Pferd einzugehen und einzuwirken, wird dieser in eine Gruppe mit max. 6 Reitschülern eingeteilt.

Der Longenunterricht kann auch dem fortgeschrittenen Reiter sehr gut dienen. Denn an der Longe kann der Reiter speziell seinen Sitz korrigieren lassen und durch Sitzübungen verbessern. Hierbei muss der Reiter sich nicht auf das Pferd konzentrieren, denn der Longenführer dirigiert das Pferd.

 

Gruppenunterricht

Im Gruppenunterricht befinden sich max. 6 Reitschüler. Durch ein abwechslungsreiches Angebot soll die Freude und Motivation erhalten bleiben und kein stupides, monotones Reiten entstehen. Denn solch ein Reiten langweilt und frustriert Reiter und Pferd schnell. Für den jungen Reiter ist es besonders wichtig, das korrekte Reiten zuerst über das eigene Gefühl zu begreifen und nicht mit dem Kopf. Wenn das Wetter es zulässt, finden die Unterrichtsstunden auch im Gelände statt, d.h. die Reitschüler lernen nun das Reiten im Wald und in der Natur.

Einzelunterricht

Der Einzelunterricht richtet sich ganz nach dem Stand des Reiters und Pferdes. Beide werden dort abgeholt, wo sie gerade stehen. Der Einzelunterricht erfolgt nach klassisch-barocken Grundsätzen, d.h. dass die Gesunderhaltung des Pferdes, die Harmonie und Leichtigkeit zwischen Reiter und Pferd Hauptbestandteil der Arbeit sind. Diese drei Säulen des Reitens können auf jeder Leistungsebene erfüllt werden. Dabei muss der Reiter nicht zwangsläufig das Ziel, die Lektionen der hohen Schule, verfolgen. Korrektes Reiten kann auf jeder Leistungsebene vermittelt und praktiziert werden. Die klassisch-barocken Grundsätze vermitteln uns, individuell auf jedes Pferd einzugehen und es zu verstehen. Der Individualität des Pferdes entsprechend, soll dieses gefördert und ausgebildet werden. Dabei spielt die Ästhetik eine wesentliche Rolle.

In meinem Unterricht geht es nicht darum, möglichst viele Lektionen in kürzester Zeit zu reiten. Viel mehr geht es darum, Pferd und Reiter die Zeit zu geben, die sie benötigen, um nicht überfordert zu werden. Nur so können beide, Reiter und der Partner Pferd, ihren Möglichkeiten entsprechend eine solide Ausbildung genießen.

 

Unterrichtsschwerpunkte

  • individueller Dressurunterricht
  • Arbeit an der Hand
  • Arbeit am langen Zügel
  • Doppellonge
  • Longieren am Kappzaum